Herausragende Architektur erfordert besondere Materialien.

Von Timo Plath

Inspirierende Formate für eine großartige Architektur.

Als er im schwedischen Höllviken „das horizontale Haus“ entwarf, wurde Architekt Thomas Sundback von seinem legendären Kollegen Frank Lloyd Wright inspiriert.

Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts wählte Wright lineare Konzepte als markante Ausdrucksform. Eindrucksvoll sichtbar wird dies etwa im Fredrick C. Robie House, einem 1909 in Chicago erbauten Privathaus. Er gilt bis heute als eines von Wrights bekanntesten Werken und ist ein weit über die US-Metropole hinaus bekanntes Wahrzeichen. Die Optik der Fassade wird entscheidend geprägt durch die verwendeten Römischen Ziegel, deren Abmessungen charakteristischerweise länger und flacher sind als die von Standardziegeln. Dieses Format betont die horizontalen Linien, ein wichtiges Stilmittel im architektonischen Konzept von Frank Lloyd Wright.

Frank Lloyd Wright at the Frederick C. Robie House in March, 1957, Chicago.Credit: Chicago Sun-Times. Courtesy of Frank Lloyd Wright, Chicago
Frank Lloyd Wright at the Frederick C. Robie House in March, 1957, Chicago.Credit: Chicago Sun-Times. Courtesy of Frank Lloyd Wright, Chicago

Lineare Gestaltung – neu interpretiert.

 

Für das Haus in Höllviken fiel die Wahl auf den Ziegelstein Ultima RT 154 von Randers Tegl, um das lineare Erscheinungsbild zu verstärken. Das längere und flachere Format dieses Ziegels betont die horizontale Formensprache – eine klassische Architektur, deren Wurzeln bis ins Rom der Antike zurückreichen.

Das lineare Format erzielt eine schlanke und gleichzeitig elegante Wirkung. Die Architektur steht für zeitlose Werte und ein reizvolles Spiel mit Perspektiven sowie der natürlichen Umgebung des Gebäudes.

Exterior, Frederick C. Robie House (Frank Lloyd Wright, 1908-10), Chicago.Courtesy of Frank Lloyd Wright Trust, Chicago. Photographer: Tim Long
Exterior, Frederick C. Robie House (Frank Lloyd Wright, 1908-10), Chicago.Courtesy of Frank Lloyd Wright Trust, Chicago. Photographer: Tim Long

Eine zusätzliche Dimension an Lebendigkeit.

Wie bei vielen Entwürfen Wrights interagiert auch bei Sundbachs Hausentwurf in Höllviken der Ziegelstein mit den Dachvorsprüngen und den akzentuierten, langen Fensterbändern. Das Resultat: Das Dach scheint förmlich zu schweben, die Verbindung zur Natur wird nochmals betont.

Das Ultima-Format der Ziegel, die Farbe des Hauses sowie einzelne, mit Zedernholz betonte Bereiche ergeben zusammen ein attraktives und einladendes Bild der äußeren Gebäudehülle. Die warme Farbgebung und die angenehme Haptik der Ziegel schaffen ein harmonisches Zusammenspiel, das förmlich dazu einlädt, die besondere Struktur der Fassade mit den eigenen Händen zu berühren und zu erfassen – eine Wirkung, wie sie mit glatten Oberflächen nie zu erzielen wäre. Ultima ist ein lebendiges Material, das mit seinen besonderen Eigenschaften, seiner Haptik und Optik eine weitere Dimension der Architektur eröffnet. 

Villa in Hölvilken
Villa in Hölvilken

Verbindungen für einen prägnanten Eindruck.

Zusätzlich zum charakteristischen Format des Ziegels ist es möglich, durch farbige Fugen die horizontale Optik weiter zu verstärken.Die Stärke und Ausprägung der Fugen schafft individuelle Effekte und verleiht der Fassade einen unverwechselbaren Charakter.

Ultima RT 154 mit farbiger Fuge

Harmonisch eingebettet in den Fluss der Natur.

Die Umgebung in Höllviken mit ihren Kiefern und dem weitläufigen Küstenwald inspirierte die horizontale Architektur des Wohnhauses. Die Zedernelemente im Obergeschoss haben die gleiche Farbe wie die Stämme der Kiefern und die Unterseite des Dachvorsprungs. Die Farbe der Ziegel Ultima RT 154 vermittelt den Eindruck von einladendem und warmem Licht. Der Stein fügt sich somit gekonnt ein in die Umgebung mit ihrer Nähe zum Meer: Wie der Horizont selbst erzeugt die linerare Optik eine Gleichmäßigkeit und Konstanz, die an fließendes Wasser erinnert.

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